Die Ursprünge des Roulette

Aus Asien nach Europa

Die Ursprünge des Roulette sind weitgehend unbekannt. Einige Quellen berichten, dass im 16. Jahrhundert französische Missionare die Grundidee, die mathematische Basis sowie den philosophischen Hintergrund aus dem fernen China nach Frankreich importierten. Dort angekommen, verbreitete sich die "Philosophie des Roulette" in den Kreisen der Intelligenz. Schriftlich belegt ist, dass sich ein großer Mathematiker dieser Epoche dieses Gedankengut zu Eigen machte oder unabhängig von den, für die damaligen Verhältnisse doch eher verwirrenden mathematisch - philosophischen Zahlenkombinationen den Urvater des Roulette entwarf: Blaise Pascal (1623 - 1662).

Pascal entwarf und konstruierte während seiner langjährigen Studien zur Wahrscheinlichkeitsrechnung ("Die Geschichte des Roulette oder Trochoide oder Cyloide" sowie "Abhandlung über das Roulette und die Dimensionen aller Kurven des Roulette" Erschienen 1649. Aktueller Verlag unbekannt. Eine Maschine mit einem sich drehenden Zylinder und genau festgelegten Zahlenfolgen und Kombinationen.

Diese Maschine sollte Pascal bei seinen Aufzeichnungen der von ihm selbstaufgestellten Zufallstheorien unterstützen. Verblüffend ist, dass noch heutzutage, im zu Ende gehenden 20. Jahrhundert, im Grunde immer noch die gleiche Konstruktion des Roulette verwendet wird.

An eine Nutzung seiner Erfindung zum Zwecke des Glücksspiels hatte Pascal sicherlich nicht gedacht. Sein sich drehender Zylinder blieb jedoch nicht im Verborgenen. Neben den elitären, wissenschaftlichen Zirkeln dieser Zeit, die die Konstruktion Pascals mit Interesse, aber auch erheblicher Skepsis beobachteten, wurde auch die Kirche auf das Roulette aufmerksam. Früh erkannte Sie das "Potential" welches sich in dem drehenden Zylinder befand und wurde nicht Müde auf "ketzerische" Elemente hinzuweisen.

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Der Übergang

Rund ein halbes Jahrhundert sollte es noch dauern, bis sich das Roulette als Glücksspiel etablieren konnte. In der Zwischenzeit machten sich andere Zeitgenossen Gedanken über den sich drehenden Zylinder. Ein Landsmann Pascals, der Moralist und Philosoph Chevalier de Mere, betrachtete das Roulette und seine Zahlenfolgen aus einer eher mystischen Richtung. Er verband die Zahlenkombinationen mit Begriffen wie "Gut und Böse", "Mann und Frau" oder "Tag und Nacht" und benutzte das Roulette quasi als mechanisches Orakel in der ostasiatischen Gebetsmühlentradition. Wenn auch mit Sicherheit unbewusst, wurde so die Komponente des Spiels in das Roulette eingebettet.

Im gleichen Zeitraum wurden die staatlichen Organe aber auch Geschäftsleute meist Gastwirte auf den sich drehenden Zahlen-Zylinder aufmerksam und die Verbreitung des Roulettes als Spiel begann.

Anfang des 18. Jahrhunderts gab es, neben den adeligen Spielclubs, schon eine nicht geringe Anzahl von quasi "öffentlichen" Casinos in Frankreich. Der Polizeiminister der französischen Regierung, Satines, bekam den Auftrag ein Glücksspiel zu "legalisieren", welches umfassenden Schutz vor den damals wuchernden Betrügereien und alltäglichen Manipulationen garantieren sollte. Er fand das Roulette Pascals und trug so indirekt zur Etablierung dieses Spiels bei.

In den folgenden Jahren erfreute der sich drehende Zylinder nicht nur in der mondänen Gesellschaft Europas wachsender Beliebtheit. Roulette kam in den unterschiedlichsten Versionen zum Einsatz. Neben dem "klassischen" Roulette Pascals erblickten Pferderoulettes das Licht der Welt, kleine und große Roulettekessel mit veränderter Zahlenfolge und "Doppelzero" kamen zum Einsatz. Das Prinzip blieb jedoch immer gleich.

Im Jahre 1837 verbot der damalige französische Regent Louis-Philippe die öffentlichen Glücksspiele, und somit auch das Roulette.

Dies tat dem Siegeszug des Roulette keinen Abbruch, da die Spielsalons in Deutschland das Roulette dankend annahmen. In  Baden Baden und  Bad Homburg wurde das Roulettespiel schnell zum beliebtesten Glücksspiel und löste die vorherrschenden Kartenspiele wie "Rouge et Noir" ab.

Als im Jahre 1872 auch in Deutschland die Weiterentwicklung der Roulettekessel durch ein allgemeines Glücksspielverbot gestoppt wurde, fand das Roulettespiel, von einigen halblegalen Ausnahmen abgesehen, im europäischen Ausland statt. Insbesondere Monte Carlo wurde zum Mekka der Roulettespieler.

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Moderne Zeiten

Mit der Neueröffnung der Spielcasinos in Deutschland im Jahre 1933 wuchs der Bedarf an neuen Roulettemaschinen. Vorwiegend belgische und französische Firmen übernahmen die Fertigung und den Vertrieb der Roulettekessel. Roulettemaschinen mit "Einfachzero" und "37 Zahlen" begannen der Standard zu werden.

Nach dem Krieg begannen auch deutsche Firmen mit der Fertigung von Roulettekesseln - bekannt und legendär sind bis heute die Firmen Kies und Wächtler.

Bis in die 70er Jahre hinein wurden die Roulettemaschinen mehr oder weniger von Hand gefertigt. Computerunterstützte Fertigung gibt es seit den frühen 80er Jahren, die Preise wurden günstiger. Roulettemaschinen sind jedoch nicht billig. Die Preise für einen 37er Kessel bewegen sich bei rund 7 - 15.000 €.

Auch in Zukunft wird der sich drehende Zylinder in den deutschen Spielbanken einen festen Platz einnehmen, wenn auch klar erkennbar ist, dass das "klassische" Roulettespiel durch die populären Automatenspiele, an Bedeutung verlieren wird.

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Die Erfindung

Das heutige Roulette ist nicht etwa der Geniestreich eines Einzelnen. Es stellt vielmehr die Vermischung einer simplen aber ausgeklügelten Spielidee mit den vorerst völlig unabhängigen Zufallsexperimenten des französischen Mathematikers Blaise Pascal (1623 – 1662) dar. Pascal hatte zur Erforschung seiner Wahrscheinlichkeitstheorie eine etwas verwirrende Maschine mit den heute noch gängigen Zahlenkombinationen des Roulettekessels entwickelt. Sein entsprechendes Buch „Abhandlung über das Roulette“ erschien 1649.

Die ursprüngliche Spielidee des Roulettes könnte einerseits aus Venedig stammen, wo Mönche schon im Mittelalter eine Art von Roulettekessel entwickelt haben sollen. Eine alternative Version ist die Theorie, dass das Spiel im Fernen Osten, in China oder Indien, erfunden wurde. Bis heute wird es in derselben Form und mit unveränderten Auszahlungsquoten angeboten. Als Symbol gilt der sich drehende Roulettekessel.

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Die Einführung in den Casinos

Einer weiteren Überlieferung zufolge, soll der französische Mathematiker François Blanc für einen Freund die Gewinnchancen und das Spielfeld des Roulettes entwickelt haben. Blanc nahm die Zéro als 37. Zahl im Roulettekessel auf, um einen Bankvorteil zu garantieren. Dies tat er, um eine alte Schuld zu tilgen. Der genannte Freund richtete prompt ein Pariser Casino ein und wurde so innerhalb kurzer Zeit zum Millionär.

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Das erfolgreiche Spiel

Nach der Einführung des Roulettes dauerte es rund fünfzig Jahre, bis das Spiel seine große Beliebtheit erreichte. Zuvor waren Kartenspiele bestimmendes Element eines jeden Casinos gewesen. Grenzenlose Anerkennung und damit einen ungefährdeten Aufschwung wurde dem Roulette spätestens dann zuteil, als François Blanc, der Gründer der Spielbank in Bad Homburg, die bis anhin übliche Doppelzéro abschaffte. Er verdoppelte damit die Gewinnchancen der Spielenden und verhalf mit diesem einfachen Schachzug seiner Spielbank und dem Roulette zu großem Ruhm.

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